Tatort Kultur - Instrumentenbau

Termine:

Mi. 24.02.2010, 19 Uhr

Veranstaltungsort:

Klavierhaus LABIANCA
Zähringerstraße 2
Offenburg

Veranstalter:

Fachbereich Kultur

Claudio Labianca, Simon Moser, Christian Kessler und Bertrand Bellin
Claudio Labianca, Simon Moser, Christian Kessler und Bertrand Bellin
Claudio Labianca, Simon Moser, Christian Kessler und Bertrand Bellin

Von traditionellen Instrumenten bis zum Software Synthesizer

EINTRITT FREI

Seit prähistorischer Zeit haben Menschen Musikinstrumente gebaut. Sie spielten darauf zu ihrer Unterhaltung, für zeremonielle oder medizinisch-therapeutische Zwecke. Im Laufe der Zeit haben sich Instrumente in Aussehen, Bauweise und Klang immer wieder verändert. Manche gerieten in Vergessenheit, andere wurden neu entwickelt. Bis heute geben Instrumentenbauer ihre Erfahrungen von Generation zu Generation weiter. Die Verwurzelung in alten Traditionen und das gleichzeitige Nutzen moderner technischer Möglichkeiten ist wohl in kaum einem kulturellen Bereich so lebendig verankert wie im Instrumentenbau.

Handwerk, musikhistorisches- und ästhetisches Verständnis fließen sowohl in den Bau der Musikinstrumente, als auch in deren Restaurierung ein. Dabei spielen neben Kreativität, auch das Wissen um Akustik und Werkstoffe und die Lust an der Entwicklung immer neuer Klangmöglichkeiten eine große Rolle. Das Spektrum im Bereich Instrumentenbau ist daher breit gefächert und reicht von der Herstellung historischer Instrumente bis hin zur Programmierung virtueller Klangerzeuger.

Wie wirken sich Tonerzeugung, Konstruktion und besondere Materialien auf den unverwechselbaren Klang eines Instruments aus? Wie hat sich die Spielfähigkeit der Instrumente durch bauliche und mechanische Verbesserungen entwickelt? Welchen Einfluß hat dies auf Kompositionen? Worin liegen die klanglichen Vor- und Nachteile historischer Instrumente? Was ist ein Elastophon, eine Wasserstichorgel oder ein Theremin?

Welche Unterschiede gibt es im traditionellen und modernen Instrumentenbau? Wohin gehen die Tendenzen in der Entwicklung moderner Instrumente? Wie funktioniert ein Softwareinstrument und welche Möglichkeiten bietet die digitale Klangerzeugung? Wo werden virtuelle Instrumente eingesetzt und wie arbeitet ein Computermusiker?
Wie gestaltet sich die Instrumentenbauer-Szene in Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Bundesländern? Gibt es Unterschiede in ländlichen und städtischen Regionen?

Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen hat der Offenburger Kulturchef Dr. Simon Moser kompetente Referenten eingeladen. Zu Gast sind: Claudio Labianca, Klavierbauer aus Offenburg, Bertrand Bellin, Offenburger Geigenbauer, Andreas Lange, Projektleiter der Reihe
„Musikinstrumentenbauer in Deutschland“, Berlin sowie Christian Kessler, Designer virtueller Instrumente, Offenburg.

Dieser Tatort Kultur gibt praktische Einblicke in den Instrumentenbau, präsentiert vielfältige Klangbeispiele und lädt zum gemeinsamen Gespräch ein.

http://www.tatort-kultur.de