Verbrennungen

Termine:

Mi. 16.03.2011, 20:00

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Veranstaltungsort:

Oberrheinhalle
Schutterwälder Straße, Messegelände
77656 Offenburg
Tel.: 0781 9226-0
Messe Offenburg-Ortenau GmbH

Veranstalter:

Kulturbüro Offenburg Link zum Veranstalter

Szene aus Verbrennungen
Szene aus Verbrennungen
Szene aus Verbrennungen

Theaterabo 2 - Stück von Wajdi Mouawad

Einführungsvortrag um 19:00 Uhr!

Mit Kristina Walter, Carsten Klemm, Katja Herrmann
Euro-Studio Landgraf

„Es gibt Stücke, die man als Zuschauer selber erfahren muss“, kommentiert der Deutschlandfunk die 39 Szenen von „Verbrennungen“ des libanesischen Autors Wajid Mouawad. „Man kann sie nicht erzählen. Diese Geschichte bleibt unaussprechlich – auch wenn man sie gesehen hat.“
Mouawad verlebte seine Kindheit im Libanon, bis seine Eltern zu Anfang der 1980er Jahre nach Kanada auswanderten. Der 42jährige gilt als der führende Schriftsteller des frankokanadischen Sprachraums, 2005 erhielt er den renommierten „Prix Molière“ als bester Bühnenautor französischer Zunge. Sein bislang bestes Stück „Verbrennungen“ thematisiert den Gegensatz zwischen der westlichen Welt und dem Nahen Osten sowie der Kampf der Völker- und Religionsgruppen dort. Zum Inhalt: Als Nawal, die Mutter der Zwillinge Jeanne und Simon, in einem nicht genannten westlichen Land stirbt, hat sie fünf Jahre lang kein Wort mehr gesprochen. Ein Anwalt überreicht den Kindern ihr Testament. Es besteht aus zwei Briefen, die Jeanne und Simon überbringen sollen: Einen an ihren Vater – den sie bislang für tot hielten -, und einen an einen Bruder, von dem sie nun zum ersten Mal erfahren. Die Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten – sie ist Mathematikerin, er ist Boxer – machen sich nach einigem Zögern auf in das vom Bürgerkrieg zerrissene Land ihrer Herkunft. Dort enthüllt sich ihnen nach und nach das Geheimnis ihrer Geburt und das ungeheuerliche Schicksal ihrer Mutter. Mouawad bedient sich einerseits der analytischen Methoden des US-Theaters, zum anderen der poetischen Sprache orientalischer Geschichtenerzähler. Er verdeutlicht so den Gegensatz zwischen dem Land, im dem die Geschwister ihre Wurzeln haben, und jenem, in dessen Kultur sie aufgewachsen sind.